Klage gegen Berliner Kultursenatorin ++ Defizit Maxim Gorki Theater ++ Marie-Zimmermann-Stipendium ++ AfD-Verbot Thalia
Shownotes
Am Montag, den 16. Februar 2026, berichtet „Das Wichtigste vom Tag" über die Klage des Hauptpersonalrats gegen die Berliner Kultursenatorin, das deutlich höhere Defizit am Maxim Gorki Theater, das Marie-Zimmermann-Stipendium für Golschan Ahmad Haschemi, das Votum für eine AfD-Verbotsprüfung im Thalia-Projekt von Milo Rau, den Personalabbau bei den Vereinigten Bühnen Wien sowie die Nachrufe auf Henrike Naumann und Helmuth Rilling.
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00:00:01: Theater der Zeit, das Wichtigste vom Tag.
00:00:04: Montag, September, Februar, Jahrzehnte.
00:00:09: Zunächst der Überblick.
00:00:12: Klage gegen Berliner Kultursinnatoren wegen Theatersparplänen.
00:00:18: Deutlich größeres Defizit am Maxim Gorky-Theater als bisher bekannt.
00:00:24: Golchan Ahmad Hashemi erhält das Marie Zimmermannstipendium für Dramaturgie.
00:00:30: Jury votiert für Prüfung eines AfD-Verbots in Milo Raus.
00:00:34: Prozess gegen Deutschland.
00:00:37: Vereinigte Bühnen Wien melden Personalabbau, Installationskünstlerin Henrike Naumann gestorben, Dirigent Helmut Rilling verstorben.
00:00:50: Berlin.
00:00:51: Im Streit über die Umstrukturierungspläne des Berliner Senats für die vier landeseigenen Theater hat der Hauptpersonalrat des Landes Klage gegen Kultursinnatoren Sarah Wedel Wilson beim Verwaltungsgericht eingereicht, wie die Deutsche Presseagentur meldet.
00:01:10: Das Gericht solle feststellen dass gesetzlich garantierte Mitwirkungsrechte der Personalvertretung verletzt worden seien, sagte die Vorsitzende Daniela Ortmann dem RBB.
00:01:21: Betroffen von den Plänen sind das Maxim Gorky Theater die Volksbühne, das Deutsche Theater und das Theater an der Parkauhe.
00:01:31: Unter anderem wird über eine Zusammenlegung von Werkstätten und eine Stiftungslösung für mehrere Häuser diskutiert.
00:01:39: Auch die Gewerkschaft Verdi warnte vor Beschäftigungsabbau und einer Verschlechterung der Arbeitsbedingungen.
00:01:46: Berlin Das Berliner Maxim Gorky Theater ist nach einem Bericht des RBB deutlich höher verschuldet als bislang öffentlich bekannt.
00:01:56: Nach Informationen des Senders sprechen gut informierte Quellen demnach von einem vorläufigen Gesamtjahresdefizit, von rund eineinhalb Millionen Euro für zwei Tausend fünfundzwanzig.
00:02:08: Was etwa einer Verdopplung des im Wirtschaftsplan vorgesehenen Minus entspricht.
00:02:14: Das Defizit sei im letzten Quartal zweitausendfünfundzwantzig entstanden – also zu Beginn der letzten Spielzeit unter Intendanten Sherman Langhoff deren Budget zuvor bereits um eine Million Euro gekürzt worden war und stelle die zukünftige Planung der designierten Intendantin Schala Ilk in hohem Maße unter kulturpolitischen Vorbehalt.
00:02:39: Stuttgart, das Marie-Zimmermann-Stipendium für Dramaturgie, ist an die Dramaturgen, Performerin und Autorin Goldscharn Ahmad Hashemi wie die Akademie Schloss Solitude mitteilt.
00:02:54: Hashemi, die Kulturwissenschaften und ästhetische Praxis in Hildesheim sowie an der Theaterschule Esmae in Porto studiert hat arbeitet in kollektiv ausgerichteten Projekten an Macht- und diskriminierungskritischen Theaterformen.
00:03:11: Und ist unter anderem mit den Kollektiven AHH und Donners Gym verbunden.
00:03:17: Im Rahmen des mit fünftausend Euro dotierten und mit einem zweimonatigen Aufenthalt auf der Akademie verbundenen Stipendiums, will sie nach Angaben der Jury Humor- und Standup auf ihr subversives Potenzial hin untersuchen.
00:03:33: Als theatralen Zugriff in Zeiten rechtspopulistischer Tendenzen und unter finanziellem Druck auf die Künste Hamburg!
00:03:42: Im Rahmen der Lessingtage ist am Sonntagabend am Taliertheater das dreitägige fiktive Gerichtsverfahren Prozess gegen Deutschland, des Regisseurs Milo Rau mit einem Votum der geschworenen Jury für die Einleitung eines AfD-Verbotsverfahrens zu Ende gegangen.
00:04:01: Die sieben per Los bestimmten Geschworenen sprachen sich dafür aus dass das Bundesverfassungsgericht ein Verbot der Partei prüft und die AfD von staatlicher Finanzierung ausschließt fanden aber keine Mehrheit für ein unmittelbares Parteiverbot.
00:04:18: Unter dem Vorsitz der ehemaligen Bundesjustizministerin Hertha Deubler-Gmelin verhandelten Juristinnen, Fachleute und prominente Gäste ohne festes Textbuch über Voraussetzungen und Folgen eines Parteiverbots – und machten so die verfassungsrechtliche Debatte um die wehrhafte Demokratie im Theaterraum konkret erfahrbar.
00:04:41: Wien Die Vereinigten Bühnen Wien haben in Folge der Subventionskürzung der Stadt Wien um fünf Millionen Euro Mitarbeiter beim Frühwarnsystem des Arbeitsmarktservice nach dem Arbeitsmarktförderungsgesetz gemeldet, wie heute Punkt AT und die Kronenzeitung berichten.
00:05:00: Genaue Zahlen zum geplanten Personalabbau nannte das Unternehmen nicht – derzeit werde ein Sozialplan ausgearbeitet.
00:05:08: VBW-Geschäftsführer Franz Partei betonte gegenüber der Nachrichtenagentur APA, oberstes Ziel bleibe es die Auswirkungen für die Belegschaft so gering wie möglich zu halten und den Spielbetrieb sowie die künstlerische Qualität zu erhalten.
00:05:26: Bereits zuvor hatte die angekündigte Schließung der Kammeroper ab Herbst, zw.
00:05:30: Jahrzehnte, für Aufsehen gesorgt.
00:05:34: Berlin Die Installationskünstlerin Henrike Naumann ist am vierzehnten Februar, im Alter von einundvierzig Jahren in Berlin an den Folgen einer Krebserkrankung gestorben wie ihre Familie mitteilte.
00:05:49: Naumahn war erst vor wenigen Monaten gemeinsam mit Sum Thieu als Gestalterin des deutschen Pavillons auf der Kunstbienale in Venedig ausgewählt worden.
00:06:05: In ihren raumgreifenden Installationen setzte sie sich mit ostdeutscher Identität, Transformationserfahrungen und gesellschaftlichen Brüchen auseinander.
00:06:15: Ihre Arbeiten waren auch in zahlreichen Bühnen- und Performancekontexten zu sehen.
00:06:21: Das Institut für Auslandsbeziehungen erklärte – Mit Nauman verliere man nicht nur eine bedeutende Vertreterin der deutschen Gegenwartskunst sondern auch eine warmherzige Wache und hoch engagierte Persönlichkeit.
00:06:36: Theater der Zeit hatte sie in einem Kunstinsert porträtiert, den Link zum Text finden Sie in den Shownotes.
00:06:44: Stuttgart.
00:06:46: Der Dirigent- und Kirchenmusiker Helmut Rilling ist am elften Februar, im Alter von zweiundneunzig Jahren bei Leonberg im Kreis seiner Familie verstorben wie die Stuttgarter Zeitung und der SWR berichten.
00:07:03: Rilling gründete in nineteen hundert und achtzig die internationale Bachakademie Stuttgart, und galt als einer der weltweit bedeutendsten Bachinterpreten.
00:07:13: Seine Gesamteinspielung der Bachkantaten setzte Maßstäbe.
00:07:18: von neunzehntundneinundsechzig bis neunziehnhundertfünfundachtzig war er Professor für Chordiregieren an der Hochschule für Musik- und Darstellende Kunst Frankfurt wo er Generationen von Musikerinnen und Musikern prägte.
00:07:34: Die Frankfurter Hochschule würdigte Rilling als Lehrer, der handwerkliche Präzision, stilistische Klarheit und eine tiefe Verantwortung gegenüber Werk-und Wort vermittelt
00:07:46: habe.".
00:08:04: Diese Sendung wurde maschinell eingesprochen.
00:08:06: Wir freuen uns über Ihr Feedback per E-Mail an infoatthedez.de.
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